Hier gleich zwei Beispiele eines Webquests:
Thema Europa
Thema Fasching, Fastnacht, Karneval
Der Bildungsplan Baden-Württembergs hat Erkenntnisse der Neurobiologie aufgegriffen.
Lernen wird nun als aktiver Prozess verstanden, der Wissen konstruiert. Der Lerner/ die Lernerin muss also beim Wissensaufbau aktiv sein.
Die Aufgabe des Lehrers/ der Lehrerin führt weg von der Instruktion hin zur Konstruktion, da Wissen nicht direkt vermittelbar ist.
Bei den Lernern sollen Fragen geweckt werden. Sie sollen angeregt, aktiviert, motiviert werden, ihren Lernprozess zu initiieren.
Was bedeutet "verzehrt"?
Den Umgang mit den neuen Medien setzt der Bildungsplan als Beitrag dazu voraus.
Dies soll aber nur dort geschehen, wo es auch sinnvoll ist. Der Einsatz von PC, Internet und Intranet im Unterricht hat einen didaktischen Mehrwert zu erbringen.
Um Vorteile der neuen Medien in diesem Sinne zu nutzen, sind eine der möglichen Alternativen die so genannten "Webquests".
In seinem Ursprung bedeutet das Wort Webquest "abenteuerliche Spurensuche im Internet".
Manche Autoren sprechen auch von einer Schnitzeljagd durchs Internet, andere bezeichnen Webquests als Weg- oder gar als WebWeiser für Lernende durch das Internet.
Informationen aus dem Internet aussuchen
Etwas wissenschaftlicher ausgedrückt sind Webquests Lehr-/Lernarrangements, die über das Internet oder Intranet zur Verfügung gestellt werden.
Allen Definitionen gemeinsam ist, dass den Schülerinnen und Schülern Internetquellen als Ausgangspunkte für die Bearbeitung einer Aufgabe, eines Problems usw. zur Verfügung gestellt werden. Für die Erfinder der Webquests, Tom March und Bernie Dodge, steht dabei die eigenständige Arbeit der Lernenden im Vordergrund, die zur selbständigen Konstruktion von Wissen führen soll und nicht ein gelenktes Vorgehen, um Faktenwissen reproduzieren zu lassen.
Volle Konzentration!
Welche Maske nehme ich?
In aller Regel gehen Webquests nach einer mehr oder weniger einheitlichen Struktur vor:
Ausgehend von einer möglichst authentischen Situation (Einführung) erhalten die Schülerinnen und Schüler Arbeitsaufträge, die sie mit Hilfe der zur Verfügung gestellten Internetquellen, aber auch sonstiger Quellen wie z.B. Bücher und Zeitschriften, bearbeiten können.
Informationen aus dem Internet
Ausführen eines Arbeitsauftrags
Es ist durchaus erwünscht, dass sie sich weitere Informationsquellen erschließen und in ihre Bearbeitung einbeziehen. Typisch für Webquests ist auch, dass konkrete Hinweise für die Vorgehensweise (Prozess) vorgeschlagen werden.
Arbeit in Kleingruppen
Puh, ganz schön anstrengend!
Im Vordergrund steht dabei die Kooperation und Kommunikation in der jeweiligen Arbeitsgruppe sowie die Präsentation der Arbeitsergebnisse für die anderen.
Die Ergebnisse werden präsentiert
Ein Ergebnis: Die Maskenmodenschau
Eine Maske
Noch zwei Masken
Häufig findet man auch ein Bewertungsschema (Evaluation), das den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit bietet, sich vorab über die Bewertungskriterien zu informieren. Den Abschluss eines WebQuests bildet meist eine (selbstkritische) Reflexion des gesamten Arbeitsprozesses (Fazit).
(Quelle: www.lehrerfortbildung-bw.de; Multimedia-CD des Seminars für Didaktik und Lehrerbildung Freudenstadt, Kurs 27)
Hier das Beispiel eines Webquests, realisiert an der Grundschule Wössingen.
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