Computerkurs - Klasse 3

 


Der PC als Werkzeug

 

Viele Kinder sehen im PC ein Spielzeug, mit dem sie Abenteuer virtuell erleben können. Sie spielen und vergessen die Zeit. Manche werden richtig süchtig danach. Jugendliche benutzen das Internet, um Kontakte zu knüpfen und sich darzustellen, oft unvernünftig naiv, indem sie zu viel von sich in ihren Internet-Plattformen (ICQ, Schüler-VZ) preisgeben. Von Missbrauch und Mobbing ist zu lesen. Eltern machen sich Sorgen. Sie müssen die Kinder schützen, die Spielzeit am PC einschränken, das Internet als Gefahr erkennen. Oft stellt sich der PC als Medium dar, das mit den Kindern und Jugendlichen etwas macht. Der Computer als Spielgerät, als Lehrerersatz, als unreflektiertes Kommunikationsmittel.

Im Grundschulalter haben die meisten Kinder bereits erste Erfahrungen mit digitalen Medien aller Art gesammelt. Computer und Internet sind im Alltag der meisten Haushalte präsent. Die Gesellschaft spaltet sich mittlerweile in digitale Analphabeten, und denjenigen, die sich in der digitalen Welt eingerichtet haben. Kinder und Jugendliche gehören zu den so genannten Digital Natives, während Erwachsene als Digital Immigrants einen Akzent wie beim Erlernen einer Fremdsprache behalten können. Der Umgang mit digitalen Medien ist heute eine Kulturtechnik.

Deshalb soll der PC schon in der Grundschule als ein wichtiges elektronisches Werkzeug für ganz verschiedene Funktionen im Alltag der Menschen eingeführt werden.

Ziel ist es, den Kindern den handelnden Umgang mit dem PC nahe zu bringen, wobei das Gewicht darauf liegt, dass dieser tut, was von ihm verlangt wird. Programme sind dazu da, unsere Arbeit zu erleichtern. Das Internet ist dazu da, unser Wissen zu erweitern, uns weltweit auszutauschen und miteinander zu arbeiten.

Der Umgang mit dem Computer soll Medienbildung unterstützen. Durch exemplarische Erfahrungen wird der Mehrwert, den die Arbeit mit dem Computer ausmacht, deutlich. Auf der anderen Seite sind dabei bewusstes Reflektieren anzuregen und Regeln im Umgang mit digitalen Medien zu erarbeiten. Die Bandbreite der Medienbildung erfolgt integrativ im Unterricht unserer Grundschule durch ein Mediencurriculum, das im Kollegium 2008 erstellt wurde. Im Computerkurs liegt der Schwerpunkt auf dem Werkzeugcharakter des Computers.

 

Hier der Themenpool, aus dem wir in unserem Kurs schöpfen:

 

Die SchülerInnen, die dieses erweiterte Bildungsangebot nutzen, sollen in die Lage versetzt werden, ihr Wissen bei Bedarf als ExpertInnen an Schülerinnen und Schüler der unteren Klassen weiter zu geben. Sie sind dann so etwas wie MultiplikatorInnen für den Umgang mit dem PC und dem Schulnetz.

 

Das sind einige unserer aktuellen ExpertInnen aus dem ersten Kurs des Schuljahres 2009/ 2010:

 

Sie wissen wie man mit Word arbeitet, wie Ordner angelegt werden, wie Gedichte mit Bildern unterlegt werden können, wie Kinder sich im Internet Informationen beschaffen können. Sie haben sich über das Internet kundig gemacht und Quizfragen dazu beantwortet. Sie können Euch sagen, wie man Bilder mit Paint erstellt oder Arbeitsergebnisse im Tauschordner der Schule findet und im eigenen Ordner speichert.

 

Monika Lüthje-Lenhart

 

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