Die Klasse 3b war am 18. Juli 2007 mit Herrn Dehm auf Tour durch Wössingen. Wie die Klasse 3a erkundeten sie die Spuren der Wössinger Vergangenheit. (Siehe Bericht der Klasse 3a vom 26. Juni 2007)
Einige SchülerInnen wussten bereits, dass Jöhlingen und Wössingen sich 1971 zu Walzbachtal zusammengeschlossen hatten und wunderten sich nur über die lustigen Varianten der Namensgebung, die damals für den neuen Ort im Gespräch waren. Ihnen hat weder „Wöhlingen“, noch „Jössingen“ gut gefallen.

Walzbachtal - Wössingen
Schnell war ihnen klar, warum man auf den Namen „Walzbachtal“ gekommen war. Der „Walzbach“ fließt noch heute durch beide Ortsteile.

Der Walzbach
Im Laufe der Ortsbegehung - zunächst durch den Teil, der früher zu Oberwössingen gehörte, lernten sie eine Menge über die Geschichte kennen.

Der Wössinger Hof (gespiegelt) war früher ein Bauernhof

Vor der ehemaligen Zehntscheuer in Oberwössingen
Da Herr Dehm eine Führung speziell für Kinder angeboten hat, wurden sie nicht mit Jahreszahlen bombardiert, sondern sie konnten sich durch seine lebendigen Erzählungen über die Lebensbedingungen der Menschen (vor allem der Kinder) echte Einblicke in die Vergangenheit verschaffen.
Den Lehm auf den Straßen, die barfüßigen Kinder auf den Wegen und beim Gänsehüten sah man direkt vor sich.

Kinder hüten die Gänse

Gespannte Zuhörer
Warum Wössingen u.a. zwei Kirchen und zwei Zehntscheunen hatte, wussten die Drittklässler spätestens, als sie an der Grenze zwischen Ober- und Unterwössingen standen.

Die Grenze zwischen Ober- und Unterwössingen
Auch an dieser Stelle konnte Herr Dehm die Kinder in seinen Bann ziehen, als er von den Brombeerbüschen erzählte, die früher zwischen den Orten gehalten wurden, um wilde Tiere und Räuberbanden zu vertreiben. Betroffen waren sie von den strengen Regeln, die damals herrschten. Wer sich nicht in die dörfliche Gemeinschaft einfügte, oder seine Pflichten nicht ordnungsgemäß erfüllte, wurde mit Schimpf und Schande aus dem Dorf vertrieben.
Was die Kinder der 3b nicht so richtig verstehen wollten, war die Tatsache, dass die Wössinger ihr Wasserschloss nicht erhalten haben, dass schöne, alte Zeugnisse der Geschichte abgerissen worden sind.

Wo ist denn hier ein Wasserschloss?

Eines der ältesten Häuser in Unterwössingen
Eine Schülerin konnte es zunächst gar nicht glauben, dass sie da wohnt, wo früher die Kirche von Unterwössingen stand.
Beeindruckt waren nicht nur die Kinder der Klasse, sondern ebenso die interessierten Eltern, die sich diese Gratisführung nicht entgehen ließen.
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