Senioren und Grundschüler arbeiten gemeinsam am PC.
Seit mittlerweile fünf Wochen findet samstags in der Grundschule Wössingen auf freiwilliger Basis ein besonderes Projekt statt.
Kinder der Klassen 4a und 4b unterstützen Seniorinnen und Senioren des Aktivtreffs Wössingen (in Trägerschaft der Gemeinde Walzbachtal) bei der Arbeit am PC.
Als „digital Natives“ kennen sie den Umgang mit Neuen Medien von klein auf. Seit der ersten Klasse sind sie daran gewöhnt, den PC als Werkzeug auch im Unterricht zu nutzen. Außerdem haben sie in der dritten Klasse an einem PC-Kurs teilgenommen und gelten jetzt als Experten, was digitale Medien anbelangt.
Die Generation ihrer Großeltern hat es da viel schwerer.
Aber in Walzbachtal gibt es nun zwölf mutige Senioren und Seniorinnen, die keine Angst vor dem Computer haben. Sie setzen sich samstags hin und lernen!
Gespannte Aufmerksamkeit
Auf Initiative des Aktivtreffs in Zusammenarbeit mit der Grundschule hat Frau Lüthje-Lenhart, Lehrerin und Multimediaberaterin der Grundschule Wössingen, ein Konzept erarbeitet, das auf gegenseitigem Geben und Nehmen beider Generationen beruht.
Sich einen Überblick über die Möglichkeiten der Arbeit am PC einschließlich des Internets zu verschaffen, soll im Schüler-Senior-Tandem erreicht werden. Durch die Unbefangenheit der Kinder und ungezwungen offene Atmosphäre zwischen den beiden Generationen, kommen weder Leistungsdruck noch andere hemmende Faktoren auf. Kinder freuen sich über die Wertschätzung ihrer Kenntnisse. Die Seniorengeneration kann frei alle Fragen stellen.
Die Umsetzung des Konzepts klappt viel besser als erwartet und macht allen Beteiligten großen Spaß.
Besprechung zweier Kollegen am PC
Experten unter sich
Internet Surf-Schein geschafft!
Was das alles mit einem Whirlpool zu tun hat?
Fünf interessante Arbeitsaufträge (hier 1, 3 und 5) standen im November zur Wahl. Eine Aufgabe galt der Internet-Recherche. Das Schüler-Senioren-Tandem sollte im Internet ein Ferienhaus in Dänemark finden. Um die Suche nicht zu einfach zu gestalten, gab es einige Vorgaben. Das Haus sollte am Meer liegen, im August 2011 für zwei Wochen gemietet werden und nicht mehr als 600.-€ pro Woche kosten. Da hatten es die Teams oft schwer sich zwischen mehreren Alternativen zu entscheiden. Was war ihnen wichtiger, die Nähe zum Meer oder der Whirlpool?
Das ist unser Haus.
Das ist unser Haus.
Das Engagement war jedenfalls so groß, dass einige Teilnehmer am liebsten „in echt“ gebucht hätten. Das hätte dann aber doch den Etat des Aktivtreffs gesprengt. Zum Trost durften sich die Tandems das Ergebnis ihrer Recherche als Ausdruck mit nach Hause nehmen. Ob nächstes Jahr einige Teilnehmer dieses Kurses ihre Reise im Internet buchen werden? Vielleicht senden sie dann Grüße per E-Mail aus einem Internet-Café ihres Urlaubsortes an ihren Schülermentor. Bis dahin werden bestimmt alle ein eigenes E-Mail-Konto besitzen.
Monika Lüthje-Lenhart
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